Kampfsport, Selbstverteidigung und Fitness in Bamberg.

Mitglieder die rausgeworfen wurden #3

Der „Hebräer

Einmal bekam Coach Chris eine Anfrage für ein Probetraining von einem gewissen Torben.
Die Anfrage schien auf den ersten Blick normal somit vergab die Verwaltung einen Termin.

Der Anfragende hatte angeblich bereits in einem renommierten Thaibox Gym trainiert und sogar angeblich bereits ein paar Kämpfe gemacht. Der Coach hatte bereits einen harten Tag hinter sich, als dann zum Abend Muay Thai Kurs besagter Torben kam. Ein großer kräftiger Typ mit einem Bart der irgendwie an Moses aus der Bibel erinnerte und eine merkwürdige Aura hatte. Bereits beim Interview, einem kurzen Erstgespräch ,merkte Coach Chris das etwas nicht ganz stimmte denn der Anwärter auf die Mitgliedschaft wirkte leicht apathisch und verwirrt. Auf Nachfrage was er beruflich mache, meinte er er würde etwas in die Richtung Theologie studieren. Coach Chris , selbst ehemaliger Student der katholischen Theologie in Bamberg,dachte es wäre eine gute Möglichkeit das Eis zu brechen und wollte tiefer in das Thema einsteigen.

Nun wurde es wieder strange da dieser Torben jetzt erzählte, er studiere nicht offiziell an der Uni sondern brächte sich selbst Hebräisch im Selbststudium bei (what the fuck ????) und war da unheimlich stolz drauf. Coach Chris runzelte die Stirn, kratzte sich nachdenklich am Kopf und dachte sich insgeheim „leck mich am Arsch“, dass kann ja wieder lustig werden … Jetzt macht das auch mit dem merkwürdigen Bart Sinn.

Des Weiteren fragte Coach Chris den Herren, da er merkwürdig verstrahlt und in sich gekehrt wirkte, ob er irgendetwas mit Drogen zu tun oder irgendwelche geistigen Leiden habe, welche einem sicheren Trainingsbetrieb schaden könnten. Nach ca 2 Minuten (!) -Chris wollte schon fast zwischenzeitlich wegfahren und sich einen Cappu holen- überlegen verneinte er. Coach Chris war bereits in Alarm-Bereitschaft und begann bereits die Situation sehr nervig zu finden. Aber nun war er da dieser verwirrte Typ und gab (im Nachhinein leider) keine direkte Angriffsfläche um Ihn gleich wieder wegzuschicken.

Nun zog er sich um und machte sich ohne zu fragen, ob das Ok wäre an den Sandsäcken zu schaffen … Coach Chris bereits mittelschwer angesäuert betrachtete seine Technik und dachte sich, naja scho weng ein Irrer, aber technisch gar nicht so schlecht , man sah zumindest, dass er schonmal was trainiert hatte.


Chris dachte sich gut, jeder Mensch ist anders, vielleicht ist er einfach nur aufgeregt oder nervös, weil heute sein erster Tag bei uns ist. Um sicher zu gehen, dass Nichts passieren würde gab Chris ihm beim nun beginnenden Training einen erfahrenen und starken Trainingspartner . Das Training lief halbwegs , wenn auch auffiel, dass er teilweise krasse Aufmerksamkeitsdefizite für einen- wie er sich selbst einschätze- erfahrenen Kämpfer hatte. Aber Chris dachte vielleicht hat er eine leichte Lernschwäche oder wie auch immer.


Im Großen und Ganzen lief es für ein erstes Probetraining leicht unterdurchschnittlich aber insgesamt OK. Auch das zweite Probetraining lief ebenso, technisch gesehen sogar noch etwas reibungsloser, somit dachte Coach Chris… geben wir dem Typen mal ne Chance… und er unterschrieb einen Vertrag, obwohl er nach wie vor nicht wirklich mit anderen Mitgliedern außerhalb des Trainings sprach und auch wenn man ihm Fragen stellte nicht gut klar kam. Das Einzige was er jedem erzählte war, dass er schon an Kämpfen teilgenommen hätte.

Da der Coach aber bereits öfter mal erlebt hatte, dass Neue erst nach einer gewissen Phase sich akklimatisierten und richtig Teil der Community werden dachte er, solange der keine Scheisse baut schauen wir mal.

Aber das lies natürlich nicht lange auf sich warten… Bereits nach wenigen Wochen ging es los, dass er bereits lange vor seinem Kursbeginn kam und sich während noch andere Kurse vorher liefen sich mit lautstarkem Geschrei, Fantasy Moves und wilden Aufwärmübungen am Sandsack für das Training „vorbereitete“ und sich dies trotz regelmäßigem „Einlauf“ von Coach Chris, dem das bereits hart auf den Sack ,ging nur schwer abgewöhnen konnte.


Auch im Training wurde er immer verrückter und machte im Technik Training anstatt der vom Coach geforderten Techniken Free Style oder griff manchmal total vertört mit wilden Fantasie Techniken seine entsetzten Trainingspartner an. Coach Chris beobachtete dies mit zunehmendem Unlust, da er den Lebenskünstler (arbeitslos im Selbststudium von irgendwas ) dessen Eltern noch mit Ü30 seine Gym Beiträge zahlten, bereits ganz oben auf seiner Abschuss Liste sah.

Da aber Chris mittlerweile der festen Überzeugung war, dass der Kerl schwerwiegende Probleme hatte und falls nicht mindestens schwer auf Drogen hängen geblieben oder anderweitig massiv hirngestört zu sein schien hatte er aber immer noch Mitgefühl und hoffte es würde sich durch regelmäßiges Zurechtweisen des Störenfriedes doch noch ein erträglicherer Zustand einstellen, dass man mit dem Menschen arbeiten könne.
Aber weit gefehlt… Als Chris einmal während des Aufwärmens für den Thaiboxkurs wegen einem wichtigen Anruf ins Büro musste und zurück kam saß ein gewisser Torben inmitten der sich aufwärmenden und schattenboxenden Muay Thai Fighter auf dem Mattenboden und las laut die Bibel in einer fremden Sprache (wetten es war Alt-Hebräisch?) . Coach Chris kam runter und dachte was geht denn hier ab ? Sankt Getreu (Bamberger Nervenheilanstalt) macht wohl jetzt das Türchen auf! Jetzt rastete Coach Chris aus und schrie Ihn an was diese Scheisse sollte ? Er aber sagte in einer biblischen Ruhe er müsse gerade jetzt etwas für sein Studium tun … Coach Chris forderte Ihn auf sofort diesen Bullshit zu unterlassen oder sich aus dem Gym zu verpissen.

Chris suchte wie immer in solchen Situationen die versteckte Kamera aber keine Chance, das hier war kein Joke sondern mal wieder die volle Gestörtheit der Realität. Nach dieser Ansage zog der Kaspar es vor doch aufzustehen uns sich mit aufzuwärmen und der Rest des Trainings lief im Großen und Ganzen „normal“.

Dann kam allerdings in der folgenden Woche das große Finale. Als eine Boxkombination mit Partner trainiert werden sollte rastete der Typ komplett aus und kickte (wie gesagt Kicken kam in der Kombination NICHT vor ) mehrfach seinen Trainingspartner zum Oberschenkel, dieser schaffte es nach dem zweiten Kick das Schienbein zum Blocken dazwischen zu bekommen, aber der letzte Tritt kam so unsauber und unerwartet tief, dass der dem Trainingspartner der Fuß verdrehte, so dass dieser am Ende 6 Wochen pausieren musste.

Nun war das Maß voll und Coach Chris warf den Idioten unter Einsatz seiner vollen Autorität aus dem Gym und schwor sich zur Sicherheit seiner Mitglieder noch mehr darauf zu achten, Wen er ins Gym lassen und dass es für schräge Vögel keine Option auf Mitgliedschaft mehr geben würde.


Coach Chris sah den Fall nun als erledigt an aber hatte sich wieder getäuscht. Ein paar Wochen später klingelte das Telefon und eine nicht ganz unsympathische Dame stellte sich als die Mutter des kürzlich aus dem Gym entfernten „Wahl Hebräers“ heraus. Was hat Torben denn angestellt , fragte Sie. Coach Chris fragte Sie direkt ob Ihr Sohn eine Behinderung hätte und ob Sie sein gesetzlicher Vormund wäre . Sie verneinte und lachte. Chris dachte sich, Respekt, wenn das mein Sohn wäre weiß ich nicht ob ich. Noch darüber lachen könnte. Der Typ ist über 30 und seine Mutter ruft an. Wie auch immer, solche Fälle wären schon öfter vorgekommen sagte Sie . Aber er wäre sich keiner Schuld bewusst. Er stünde gerade neben Ihr, ob Coach nochmal mit ihm reden möchte. Chris berief sich auf den Datenschutz , da scheinbar keine Vormundschaft oder geistige Behinderung vorlag und empfahl der Mutter nachdrücklich und dringend, sowohl Ihn als auch die DCS Verwaltung in Ruhe zu lassen und seine Entscheidung final zu akzeptieren da ihm seine Lebenszeit für solchen Kack zu schade wäre. Für dieses Leben war die Chance auf eine DCS Mitgliedschaft für einen weiteren abgedrehten Spinner gestorben.

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