Kampfsport, Selbstverteidigung und Fitness in Bamberg.

Die verrücktesten Anwärter auf eine Mitgliedschaft #2

„Der Gärtner“

An einem schönen Sommermorgen putzt und lüftet Coach Chris in seiner tägliche Routine das DCS Gym, als ein Mann Mitte 30  hereinkommt. Er sieht etwas merkwürdig aus, da er Jesus-Latschen und ein Batik T-Shirt trägt und seine Augen extrem weit aufgerissen sind. An seinem Hals trägt er eine Kette aus bunten Holzperlen und einem geschnitzten Delfin. Er macht einen sehr aufgekratzten und nervösen Eindruck und hat einen echt irren Blick drauf.

Coach Chris: „Servus, kann Ich Dir weiterhelfen?“

Der Mann dreht hektisch seinen Kopf und schaut nervös hin und her, als ob er das Gym nach etwas absucht vor dem er große Angst hat. Er antwortet erstmal nicht (steht aber mittlerweile mit seinen Straßenschuhen schon auf der „heiligen“ Mattenfläche des DCS GYM).

CS (bereits leicht angesäuert): „Hey Kappo, als erstes mal runter von der Matte.“

Der Kerl geht mit einem leichten Grummeln zurück in den gefliesten Eingangsbereich.

CS: „Was ist jetzt mit Dir?“

Der Mann: „Ich suche was!“

Schaut wieder wirr umher, die Augen werden noch größer.

Coach Chris: „Wär mir fast nicht aufgefallen … Was wäre das junger Freund?“

Der Mann: „Ich habe mich grad im Fitnesstudio nebenan angemeldet….Will wieder fit werden!“

CS: „Und was hab ich damit zu tun?“

M: „Ich suche die Einheit von Körper und Geist und will vom besten Meister lernen!“

CS: „Es gibt einen großen „Meister“ für Dich hier in Bamberg  der ist nahezu gottähnlich und kann alles, mit dem verstehst Du dich bestimmt gut 😉 aber der hat sein Dojo woanders.
Aber mal was anderes, alles OK bei Dir?  Du scheinst mir etwas verwirrt.“

M (schreit): „Ich bin wieder zurück!“

CS: „Keine Ahnung was Du meinst! Wer bist Du Darth Vader? Von Wo? Jetzt komm mal auf den Punkt Alter, langsam fängt dein Geschwafel an mich zu nerven, Ich hab heut noch was zu tun, also?“

M: „Ich war paar Jahre wegen Missbrauch von chemischen Drogen und Drogenhandel im Knast und dann auf Therapie in der geschlossenen Psychatrie.“

Er sagt das mit einem Stolz als wäre Ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen worden.

M: „War echt ein schlechter Trip Mann! Und jetzt will Ich wieder a bisla trainieren, wast scho!“

CS: „Hm, das erklärt Einiges…  😉 Bist scho wieder voll drauf oder was?“

M: „Vielleicht…“

Er grinst vielsagend und sein Blick wird noch irrer und paranoider.

CS: „Dir ist schon klar, dass das Training was kostet? Hast Du überhaupt einen Job?“

M: „Ich bin selbstständig und lebe im Einklang mit der Natur.“

CS: „Was heißt das jetzt, lebst Du nackt im Wald und frisst Fliegenpilze?“

M: „Nein, Ich bin Gärtner!“

CS: „Ja echt ? Wo wohnst Du bzw. wo hast Du denn deine Gärtnerei?“

M: „In meinem Auto.“

CS: „Ach ja, stimmt, bewusstseinsverändernde Drogen und so …“

M: „Ja, aber Ich bin ein besonderer Gärtner!“

Sein Gesichtsausdruck gleicht jetzt einer Mischung aus Hannibal Lector kurz vor einem einem Mord und Leonardo Di Caprio in einer Liebesszene.

M: „Ich Liebe die Bäume, sie sind so etwas Besonderes… Ich bin zärtlicher zu Ihnen, als Jeder andere Gärtner, weil Ich Ihre Seele sehe und mich mit Ihnen unterhalten kann.“

CS geht einen Schritt Richtung des nächsten am Boden liegenden Kali Stocks und hebt Ihn langsam auf ohne den Mann aus dem Blick zu lassen.

CS: „Alter, Ich glaube du brauchst dringend Hilfe! Ich hoffe Du lässt die Astlöcher aus dem Spiel!“ 😉

M wird lauter und schreit schon fast.

M: „Nein! Ich bin der Einzige, der die Bäume versteht. Ich übe an Ihnen beim Zurückschneiden der Zweige Kampftechniken mit der Machete, so wie ich es in Martial-Arts-Filmen gesehen habe! Und jetzt will Ich von Dir die tödliche Kunst des Kali lernen.“

CS: „Sorry Alter, aber ich glaube Du bist nicht mehr ganz knusprig! Hast wohl heute früh eine getrocknete Bananenschale zu viel unter der Bettdecke gekifft?
Außerdem mal ganz ehrlich, ist es nicht zu brutal mit der Machete für die Seele des Baums ?“

Coach Chris lacht.

M: „Gar nicht, das ist viel natürlicher als mit der Kettensäge, die zerstört das Energiefeld vom Baum.“

CS: „Aber Du musst doch als Gärtner auch mal nen Baum fällen, oder?“

M: „Ja, das ist so emotional für mich, wie wenn ein guter Freund stirbt…“

CS: „Ohje, stellst dich dann stundenlang daneben und singst:
mein Freund der Baum ist tot,oder was?“

M: „Nein,Du verstehst das nicht. Aber jetzt sag mal was es bei Dir im Monat kostet. Ich will bei Dir anfangen!“

CS: „Für Dich kostet es Nichts mein Freund!“

M: „Warum?“ (Leicht verwirrt)

CS: „Weil Du hier kein Mitglied wirst!“

M: „Doch, ich will von Dir die meditative Atemtechnik des Shaolin Tempels  lernen, weil manchmal werde Ich so extrem aggressiv, vor allem wenn Ich gerade was geschnupft habe, das muss aufhören. Einmal habe Ich sogar meine Freundin verprügelt.“

CS: „Oha, das ist nicht gut! Aber schau, sowas unterrichte Ich nicht. Genau deshalb musst Du woanders hin, ich kann Dir da ein paar Adressen in Bamberg geben, da bist Du gut aufgehoben. Außerdem würde dich mein Training nur noch aggressiver machen und das wollen wir ja nicht, oder? Zudem Ist das hier ein Kampfsport-Gym und keine Selbsthilfegruppe der grünen veganen Baumfreunde auf Drogen, gell?!“

M: „Wenn Du das sagst Meister! Aber Ich spüre negative Energie die von Dir kommt!“

CS: „Ja und der Meister sagt: bitte geh jetzt schnell solange Du noch kannst, weil Ich werde Dich hier nicht unterrichten, es reicht jetzt! Und hör auf mit dem Drogenscheiss! Falls Du irgendwann mal „clean“ bist können wir uns vielleicht nochmal unterhalten.“

M: „Danke Meister, Ich werde wieder kommen wenn Ich bereit bin.“

CS: „Mach was Du denkst. Servus!!!“

Der merkwürdige Mann verlässt die Halle, schaut jedoch an der Tür paranoid in alle Richtungen, ob Ihm keiner gefolgt ist und verschwindet dann Richtung Geisfelderstraße.

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